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Weiter geht es…

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Nur noch 2,5 Wochen bis zur Reise, ich glaube mir ist das noch gar nicht wirklich bewusst geworden. Ich werde die nächste Zeit dafür nutzen, mich auf diese spirituell sehr anspruchsvolle Reise vorzubereiten. Ich freue mich sehr darüber. Mekka…bald bin ich dort, bald kann ich das sehen wovon so viele träumen…Bald ist es soweit.

Meine Lungen pfeifen, ich merke, dass es mir Kraft nimmt. Wir haben zudem die Zeit der Allergie. Pollen, Blüten und noch vieles mehr ist im Angebot. Ich bin Asthmatikerin zudem….das verschärft die Sache um einiges.

Mein Bein schleicht mir nach wie vor hinterher. Immerhin leichte Besserungen sind erkennbar. Habe aber Schmerzen. Laufen fällt mir schwer. Manchmal verliere ich für ganz kurz das Bewusstsein, bin heute von der Leiter gefallen. Dann stand ich im Flur…kurz wurde alles schwarz und ich schlug gegen die Wand auf. Das sind kurze „Blackouts“. Leider weiß  ich nicht woher das kommt. Ich kann nur geduldig sein und meinem Körper Zeit geben um sich zu regenerieren. Ich versuche alles…aber ohne starke Schmerzmittel schaffe ich es noch nicht den Tag zu bewältigen. Ich kann derzeit kein Auto fahren. Morgen habe ich jedoch einen Termin in der KMT-Ambulanz im Klinikum. Ich muss mich darauf vorbereiten. Will die Sachlage ansprechen. Vielleicht ist es besser nochmal ein CT vom Kopf zu fahren, denn eine Metastase kann dahinter stecken. Vielleicht brauche ich eine höhere Dosis Kortison. Es hat mir geholfen…

Ich versuche Ruhe in meinen turbulenten Alltag zu bringen voll von Terminmarathon. Ich habe gestern und heute die Wohnung nicht verlassen, ich will nicht, ich will Ruhe. Selbst Telefonate sind mir derzeit ein graus. Ich vermeide sie…aber ich habe es trotzdem geschafft heute bei verschiedenen Ortschaften Termine zu erledigen bzw. wichtiges zu erfragen.

Ich habe entschlossen gegen unsere finanzielle Not anzugehen und habe angefangen meine Kleider zu verkaufen. Ich verkaufe Abendkleider, die ich schon mal getragen habe und werde auch die Kleider von der Hochzeit bzw. von der standesantlichen Trauung verkaufen. Ich hoffe, dass jemand anderes damit Freude erfährt und ich etwas Geld zusammenbekomme. Zumindest versuche ich etwas und schaue dem Ganzen nicht nur zu. Ich hasse es hilflos und ohnmächtig einer Situation gegenüber zustehen und nichts machen zu können. Das ertrage ich nicht, deshalb handle ich. Das wird schon…ich bin motiviert und guten Mutes. Das schaffe ich. Es wird alles GUT. Ich bin überzeugt. Ich spüre eine innere Gelassenheit und denke, dass alles zu überstehen ist ohne Schäden zu hinterlassen. 

Es gibt Menschen, die sind in einer noch viel größeren Not. Ich kann helfen. Ich versuche es. Ich will auch. Eine Frau mit 3 Kindern hat nichts, braucht etwas Unterstützung. Sie ist arm und allein. Ich möchte ihr helfen mit dem was ich kann. Man kann immer irgendwie helfen, selbst wenn es nur ein Bittgebet ist. Ich weiß was es bedeutet in Not zu sein. Ich durchlebe es und wünsche es niemandem. Was ich mir selbst wünsche, wünsche ich all meinen Mitmenschen. Man muss sich bewusst machen, dass es immer jemanden gibt bzw. einige gibt denen es schlechter geht…

 

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