Archiv für den Monat April 2014

Masjid al Haram, Mekka

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Masjid al Haram, Mekka

Masjid al Haram, Mekka
So wunderschön!

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Was ist am Abflugtag (27.04.14) nun wirklich passiert in Saudi-Arabien?!

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Liebe Leser, liebe Follower, liebe Freunde,

ich kläre nun in diesem Text auf was genau geschehen ist am 27.04.14 im Airport Jeddah Saudi-Arabien:

Wir sind wie geplant von Mekka los gefahren. Um 2 Uhr morgens sollten die Koffer in den Bus gebracht werden und um 3 Uhr sollten wir los. Um 4 Uhr starteten wir unsere Fahrt.
Zu diesem Augenblick hatte ich nicht geschlafen, war seit 4 Uhr in der Früh vom Vortag wach. Zwischendrin hatte ich mich aber hingelegt und mir noch 2-3 Stunden Schlaf einholen können. Mir ging es sehr schlecht. Ich hatte immer wieder Nierenkoliken und musste meine Schmerzmedikation auf das doppelte erhöhen….und das schon einige Tage zuvor. Sonst hätte das mein Körper diese Strapazen nicht bewältigen können vor Schmerz!
Ich saß nun mir Schmerzen und Atemschwierigkeiten im Bus und betete zu Allah, dass alles schnell vorbei geht und ich in Deutschland endlich ins Krankenhaus kann. Meine operierte Seite war steinhart und meine restliche rechte Lunge fühlte sich wie ein Bleiklumpen an. Ich hatte Angst!
Wir machten zwischendrin Halt an einer Moschee um unser Morgengebet zu beten. Ich konnte die Gebetseinheiten nicht ordnungsgemäß verrichten, denn immer wenn ich zur Gebetsstellung musste (in die Knie, mit dem Kopf auf dem Boden) überkam mich ein heftiger Hustenanfall, der nicht zu stoppen war, umgeben von heftigsten Schmerzen in der Lungen- und Nierengegend. Ich machte das wozu ich in der Lage war und unterließ diese Stellung.
Unter heftigsten Schmerzen bin ich in Begleitung von anderen Gruppenmitglieder in den Bus und als ich die Treppen besteigen musste um meinen Platz zu erreichen war kein Laufen mehr möglich. Ich brach zusammen, ein Bein war in der unteren Stufe, das andere in der oberen und ich konnte nur noch schreien vor Schmerz. Tränen überkamen mich und trotz aller Versuche eine Bewegung zu machen hatte ich nichts mehr regen können. Ich blieb wie ich war und schrie. Bekam keine Luft und wusste mir nicht mehr zu helfen. Mein Mann musste hinter mich kommen, krabbelte unter mir durch und trug mich von hinten hoch. Das waren Höllenschmerzen! Draußen wurde über mich Wasser übergossen und ich nahm nochmals eine Schmerztablette ein. Nach ca. 15 min war ich dann etwas betäubt und konnte meinen Platz einnehmen.

Angekommen am Airport fing das Chaos direkt an. Am Schalter brach das System zusammen und der Mitarbeiter dort machte es sich lieber mit Tee und Kaffee bequem statt sich um die Schlange mit 75 Personen zu kümmern. Uns blieb nichts anderes übrig als zu warten. Ein Gruppenführer sah diesen Zustand und rief den Inhaber der Organisation an. Der hatte sich dann auch auf dem Weg zu uns gemacht und versuchte irgendetwas zu regeln. Viel zu spät begann dann das einchecken.
Die Boarding-Karten wurden verteilt und 6 bekamen keine. Darunter ich!
Da ich Schmerzen hatte, die man mir auch ansah hat man mich gebeten mich in ein Kaffee zu setzen, etwas zu essen und zu trinken und man würde sich dann auch um meine Angelegenheit kümmern. Ich fragte auch nach weshalb ich keine Karte hätte und man antwortete, dass wir gesondert gebucht wurden, wir aber eine bekämen, ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen.

Gesagt getan, ich ging in ein Kaffee, trank eine Latte Macchiato und aß ein Croissant. Als ich dann etwas gestärkt war ging ich zurück zu meinen Koffern. Die 6 ohne Karte standen immer noch da und warteten. Kurz darauf kam der Inhaber der Organisation und teilte uns mit, dass genau 2 Leute nicht ihren Flug antreten können. Wir sollten uns einigen wer noch einen Tag hier verweilen kann. Es war für alle klar, dass ich fliege. 2 Männer erklärten sich bereit zu bleiben. Ich dachte nun wäre alles geklärt.
Doch der eine hat es sich dann doch anders überlegt und sollte dann doch fliegen. Irgendwie kam er auch an seine Boarding-Karte.

Nun standen wir da und wussten nicht wie uns geschieht, denn auf einmal waren es nicht 2, die bleiben mussten sondern ganze 5! Mein Mann versuchte sich darum zu kümmern und schlussendlich sollte er ein Ticket bekommen und ich nicht! Er hatte seine Karte und ich sollte bleiben!!!
Das Chaos war nun ganz groß, das hin und her kaum zu überblicken. Der eine rannte da, der andere dort und ich war am heulen. Einer empfahl mir den sterbenden Schwan zu spielen damit die wissen wie krank ich bin doch auch das hätte nichts gebracht.
Nun rannte mein Mann los dem einen Mitarbeiter hinterher und ich rannte in die andere Richtung zu den Gruppenleitern. Ich schrie: Die wollen mich nicht fliegen lassen, die wollen mich hier lassen, ich muss ins Krankenhaus! Der eine schaute mich entsetzt an, verstand nichts, rief seinen Kollegen hinzu, der dann los rannte zum Inhaber der Organisation. Es war wie im Djungel! Das Bild des Chaos habe ich immer noch im Kopf.
Alle 3 sind dann los zum Standpunkt meines Mannes der heftigst mit den Mitarbeitern von Saudi-Airlines diskutierte. Er erklärte ihnen, dass ich krank bin, ins Krankenhaus muss, nach Deutschland, dass ich nicht ohne Aufsicht bleiben kann und man ja eh als Frau ohne Mann in Saudi-Arabien nicht verreisen darf. Alles versuchte er zu vermitteln und immer wenn ich dazu kam, sagte man mir ich sollte mich beruhigen und mich setzen. Ich konnte nicht wirklich was machen sondern musste den anderen mein Schicksal überlassen. Ich hörte Beschimpfungen seitens meines Mannes, bekam mit wie der Inhaber der Organisation nicht ernst genommen wurde….der hat dann auch meinen Mann alles bereden lassen weil sein arabisch einfach besser ist (Inhaber ist Deutsch, spricht aber arabisch). Die anderen beiden waren nur entsetzt und geschockt…man sah ihnen das an ihren Gesichtszügen an….auch der Inhaber war erbleicht, schaute immer wieder von rechts nach links und bekam vor lauter Schock keine Worte heraus. Mein Mann war aufgebracht und schlussendlich drohte er mit der Botschaft! Er sagte: meine Frau ist Deutsche Staatsbürgerin und wenn sie mir jetzt nicht eine Möglichkeit bieten dann rufe ich die Botschaft jetzt an! Das hat aber auch nichts gebracht…Gegendrohung war dann, dass diese uns nicht helfen würden sollten wir die Botschaft mit einbeziehen.

Die Mitarbeiter der Saudi-Airline waren von Anfang an zu keinem Kompromiss bereit. Anscheinend wurden 5 Tickets verkauft im vorn hinein und es wurden willkürlich einige ausgefiltert, die eben nicht fliegen sollen. Darunter wie gesagt auch ich! Es war auch keine Möglichkeit der Kommunikation vorhanden, diese beharrten auf ihren Standpunkten und ließen sich nicht erweichen. Weder mit Krankheit, noch mit Schmerz noch mit lebensbedrohlichem Zustand. Es wurde sogar mitgeteilt, dass sie mich hier in Saudi ins Krankenhaus bringen werden wenn das gewünscht ist aber der Flug findet eben nicht statt.
Ich hatte auch gesagt, dass sie doch bitte in der Business-Class schauen sollen…dort sind immer Plätze frei….aber keine Chance.

Im Nachhinein haben mir mehrere Gruppenmitglieder bestätigt, dass die Business-Class leer war und mindestens 3 Plätze in der Economy-Class frei gewesen sind. 
Man hat uns also einfach nicht mitfliegen lassen wollen. Die Plätze waren frei!!!

Unser geplanter Flug fand ohne uns statt. Um 9.45 Uhr flog die Maschine und wir waren nach wie vor am heftig diskutieren.

Man gab uns irgendwann eine Alternative. Wir sollten in London zwischenstoppen und dann würden wir noch am selbigen Tag den Anschlussflug nach FFM erhalten.
Das Ende von diesem Desaster: Wir bekamen unsere Tickets nach London, der Anschlussflug fand aber am nächsten Morgen statt. Wir sollten in einem Hotel übernachten. Wir hatten nun keine andere Wahl als diese schlechte Alternative entgegen zu nehmen und das Land zu verlassen.

Nun ging es darum unsere Koffer einzuchecken. Ich übernahm alles, leitete alles weitere auf Englisch und sorgte dafür, dass alles ordnungsgemäß an seinem Platz landete. Dann wollte man unser Zimzim-Wasser nicht verschicken. Wieder Umwege, einen anderen Mitarbeiter, einen anderen Schalter…weitere Diskussionen und Erklärungen. Aber mit meinem Durchsetzungsvermögen hatte ich es geschafft, dass wirklich alles verschickt wurde wo es hinsollte. Ich ließ keine Kompromisse oder Argumentationen zu…..ich hatte es satt nur zu schauen und zu warten und zu sehen, dass wirklich keiner zu etwas in der Lage war. Da wusste der Kopf nicht was die Beine machen!

Knapp 6 Stunden dauerte der Flug an. Kaum aus dem Flieger raus haben wir uns an den wartenden Mitarbeiter dort gewandt. Da mein Englisch am Besten war übernahm ich nun die Führung und erklärte ihm alles, auch das ich schwer erkrankt bin und er doch bitte versuchen soll, dass wir heute noch die Weiterreise antreten können.
Dieser Mann gab sich wirklich alle Mühe aber es kam nicht zum gewünschten Resultat. Ich sollte mich so oft es geht hinsetzen…auch dieser Mann sah mir die Strapazen und Schmerzen an.

Das nächste Problem was wir nun hatten:
Wir waren 5 Leute, 2 davon (ein junger Mann und ich) hatten keine Einreiseschwierigkeiten, denn wir hatten die deutsche Staatsbürgerschaft…die restlichen 3 (ein sehr altes Ehepaar mit ca. 70 Jahren und mein Mann) hatten nicht europäische Nationalitäten. Mein Mann tunesisch und das Ehepaar indonesisch. Das wurde in Saudi-Arabien nicht berücksichtigt! Wir mussten nun für die 3 Personen einen Visumsantrag für 24 h besorgen. 
Dieser Mitarbeiter in London (Personensicherheitskontrolleur denke ich) hatte sich alle Mühe gegeben und diese nach längerem hin und her auch besorgt. Er stand uns sehr sehr gut in allem bei und war wirklich nett, zuvorkommend und sehr sehr hilfsbereit. Ein dickes Lob an diese Person! Das war unsere größte Stütze an diesem Tag. Gott sei Dank gibt es noch vereinzelt solche Menschen, die mit Herz bei der Sache sind und Menschlichkeit besitzen.
Es gab aber anscheinend noch Probleme mit den Plätzen von mir und meinem Mann. Jedoch hatte man uns mitgeteilt, dass wir uns darum keinerlei Gedanken machen müssen, denn man würde alles machen, dass wir morgen unseren Flug antreten können. Ich vertraue ihnen….andererseits war ich viel zu fertig um mir da noch Gedanken zu zu machen.
Wir bekamen schlussendlich Bustickets für die Fahrt ins Hotel mit dem Bus und einen Hotelausweis zum einchecken.

Um ca. 22 Uhr kamen wir endlich im Hotel an. Wir waren so platt…und Hunger hatten wir auch. Die Restaurants schlossen um diese Zeit schon und wir sollten uns dann im Zimmer etwas bestellen. Mein Mann schlief ohne Essen, W-Lan funktionierte nur mit Kreditkarte (zum Glück standen 2 Computer zur Verfügung mit denen wir dann auch diese Information mitgeteilt haben) und mit der Essensbestellung gab es auch Schwierigkeiten. Ich setzte mich durch und bestellte mir etwas süßes. Es kam auch an.
Nach einer heißen Dusche bin ich dann auch ins Bett (ca. 0:30 Uhr) um dann um 3.30 den Tag zu starten. Uns fehlte allen Schlaf, wir waren so platt und teilweise nicht ansprechbar und gereizt am nächsten Tag.

Endlich angekommen in FFM kam uns auch die nächste Katastrophe entgegen. Wie sollte es auch anders sein…das Gepäck wurde teilweise falsch verschickt, gar nicht verschickt oder gleich in Jeddah gelassen. Das ältere Ehepaar bekam keiner seiner Koffer, der junge Mann hatte schon in London seinen Koffer nicht erhalten und den anderen in FFM auch nicht, und bei uns war (zum Glück!!!) nur das Zimzim-Wasser nicht angekommen. Ich war heilfroh als ich all meine Koffer hatte….das könnt ihr euch echt nicht vorstellen…

Schnell aus dem Flughafen raus, meine Mutter wartete schon vor der Tür und ab nach Hause!! Ich war total fertig, total krank, alles aber auch alles tat mir weh…ich wollte noch zum Arzt aber ich war so müde….nur noch das Bett war meine Rettung! Ich brauchte so dringend Schlaf!!!

Erst am nächsten Tag war ich in der Lage mich zum Arzt zu bewegen. Fieber, Schmerzen in der Niere und der Lunge begleiteten mich stetig. Eine Lungenentzündung war eigentlich in meinem Fall fast schon selbstverständlich. Auch mein Mann war total krank. Bronchitis, auch Fieber….

Trotzdem: Termine mussten verschoben, Anrufe beantwortet, Briefe entgegen genommen werden…ich war ja schließlich 2 Wochen nicht da. Unheimlich viel Aufholarbeit stand auf der Liste. Krankenkasse, Zahlschein, Einkäufe, ausstehende Abholungen bei der Post….Beschwerden schreiben…..ich bin nach wie vor am Erledigen und versuche Tag für Tag alles nachzuholen. Ich muss auch noch zu Saudi-Airline wegen einer Entschädigung nach Frankfurt….dort werde ich das ganze in schriftlicher Form einreichen und auch besprechen. Ich erwarte und hoffe, dass man uns diese Strapazen entsprechend erstattet.

Emotionales Mekka [ 23.04.14 ]

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Die Tage in Mekka:

Erwarten und erleben….unvergleichbar!!!
Die Erlebnisse hier sind sehr sehr emotional, sehr magisch, sehr besonders. Ich habe wirklich Schwierigkeiten die passenden Worte zu finden um ansatzweise nahe zu bringen wie ich mich hier fühle und was genau ich empfinde.

Ich finde die passenden Ausdrücke nicht…so sehr emotional ist dieses Erlebnis, wofür ich so sehr dankbar bin. Ich darf hier sein und darf fühlen was mit keiner Liebe, keinem Glück, keiner anderen vollkommenen Zufriedenheit vergleichbar ist…
Man ist hier Allah so nah, die Rezitatoren so wundervoll…man hörte diese immer nur um Fernsehen, man sah die KAABA nur von weitem entfernt und auf einmal stand ich davor und berührte diese. Ich drehte meine Runden und bin wie in Trance, geflasht und überwältigt von meinem Gefühlen. Ich will hier nicht mehr weg, denn das hier krieg ich nicht wieder…nirgends!
Ich möchte mich weiterhin so geliebt, so beschützt, so umarmt, so voller Hoffnung und Zufriedenheit fühlen. Ich spüre die Kraft Allahs und ich spüre wie Er immer bei mir ist, meine Bittgebete….es ist so schön, ich weiss ich bin in Sicherheit und alles wird gut und Allah wird mich niemals im Stich lassen… ❤
TRÄNEN, der Freude und des Glücks laufen immer wieder ohne Vorwarnung. Man spürt den Koran und Allah hier so intensiv, die Worte, selbst wenn ich sie nicht alle verstehe dringen direkt in mein Herz und erweichen es….es gibt keine Hülle, kein Schutz von Nöten, denn das brauche ich hier nicht. Ich bin im absoluten Glückszustand! Ich öffne meine Seele, mein Herz und nehme mit jedem neuen Atemzug wahr wieviel Kraft, Liebe, Hoffnung, Zuversicht, Genügsamkeit und Freude mich in meinem tiefsten Inneren erreicht. Es ist unglaublich, es ist nicht in meiner Vorstellungskraft vorhanden gewesen…das ich so etwas empfinden darf ist für mich mit vollem Dank verbunden. Ich bin so unglaublich dankbar um alles was ich bekommen habe und was Allah mir nahm, denn das führte dazu, dass ich hier bin. Alles hat zu dem geführt. Oft schaue ich mir meine Schuhe an oder meine Kleidung, die ich schon Jahre besitze und denke mir: „Wer hätte gedacht, dass dich gekauft habe damit du mich heute kleidest?“
Ich wünsche jedem aus meinem tiefsten Herzen, dass jeder dies mal empfinden darf was ich gerade so sehr genieße. Ich bin genau hier zu Hause, genau hier fühle ich das was ich so lange gesucht habe. Ich bin hier glücklich. Körperlich ist gerade meine Grenze erreicht. Ich bin ziemlich erschöpft. Müde, abgeschlagen….das ist einfach anstrengend und das kann man nicht verleugnen. Mir fehlt Schlaf, ich habe heute die Tour zum Berg Arafat leider nicht mitbestreiten können, denn ich war vol lauter Erschöpfung nur noch aggressiv und nicht mehr Herr meiner Sinne. Es ist sehr laut hier, auch im Hotelzimmer. Überall Baustellen, überall Lärm. Eine ruhige Minute ist hier schwer zu ergattern. Ich versuche lange Gespräche zu meiden, denn das strengt mich an, kann nicht lange meine Konzentration halten.

Ich empfehle wirklich jedem eine Umra/Hajj in jungen Jahren zu machen. Man weiss nie ob man die Zeit dafür hat und man erlebt es so intensiv. Gerade wenn man körperlich fit ist und gesund kann man so viel mehr machen als nur die Pflichten. Man sollte wirklich versuchen nach Mekka/Medina zu kommen wenn man fit ist. Für die alten Menschen oder die kranken ist diese Pilgerfahrt sehr anstrengend.

Besserung in Sicht!

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Allah sei Dank! Es geht mir heute um einiges besser!  Ich fühle mich etwas gekräftigt.  Ich habe noch Schmerzen, auch Luftnot, aber wirklich kein Vergleich zu gestern. Gestern hatte ich irgendwann nur die pure Panik! Ich bin sehr froh, dass sich mein Zustand gebessert hat. Ich kann nicht genug danken. Ich trinke hier Kamelmilch, zimzim Wasser und esse Schwarzkümmelhonig. Das sind Heilmittel und ich vertraue darauf, dass diese auch wirken. Kann mich auch besser bewegen, gestern Abend musste ich einen Rollstuhl nutzen um essen zu gehen. Heute zum Frühstück ohne Rollstuhl,  Allah sei dank!

Es sind hier aus der Gruppe wirklich fast alle krank. Husten, Fieber, Erkältung,  Erschöpfung…jeder hat ein schmerzhaftes Anliegen. Ich stehe also absolut nicht alleine da. Teilweise sind die Leute froh morgen endlich wieder in Deutschland zu sein um sich beim Arzt vorzustellen. Ich würde unter anderen Umständen sehr gerne noch eine Weile bleiben und mehr hier erleben. Aber auch ich bin froh, wenn ich in Deutschland zum Arzt gehen kann. Mir können die Ärzte hier sowieso nicht helfen. Ich nehme ja schon alles was helfen sollte. Kortison, Opium, Hormone,  Magenschutz…Mehr geht nicht. Aber bin einfach froh, dass es mir besser geht. 

Ich hatte darüber nachgedacht auch die Hajj zu machen. Die Hajj it die große Pilgerfahrt und ist eines der Säulen im Islam. Sie ist eine Pflicht, wenn man dazu körperlich und finanziell in der Lage ist. Die eigentliche Hajj daurt 10 Tage. Sie ist aber sehr anstrengend, wie ich von den anderen Gruppenmitglieder erfahren konnte. Für diese Reise sollte man bei guter körperlicher Verfassung sein. Ansonsten schadet man sich selbst…und das sollen wir ja nicht. Nur das machen wozu man wirklich in der Lage ist und am besten immer den leichten Weg begehen. In jedem Fall bin ich nicht in der Verfassung eine Pilgerfahrt mit solchem Ausmaß zu bestreiten. Das ist mir hier ziemlich klar geworden. Aber ok….kein Drama. Lass ich mir dafür einfach noch etwas Zeit. 

 

krank in Mekka :(

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Ich bin total krank :(? Fieber und solche Nierenschmerzen!! Dann die Lunge, die sich anfühlt wie ein Bleiklumpen. Ich hab heute früh geweint, geschrien und konnte mich nicht bewegen. Lag einfach nur im Bett und konntenicht mal beten! Es war vor lauter Schmerzen nicht möglich!!! 

Habe Angst…Tumorfieber? Dann diese Schmerzen in der remchten Nierengegend….? Das erinnert mich zu sehr an die Situation kurz bevor bei mir der Tumor festgestellt wurde…Werde in Deutschlsnd gleich Montag in die Klinik wo ich bereits einen Termin habe. Kann auch einfach sein, dass ich wegen der Klimaanlage krank bin? Mein Mann ist auch erkältet. Das ist etwas beruhigend…ihn schafft diese Pilgerfahrt auch ganz schön.  Er hätte es sich nicht so anstrengend vorgestellt. Er ist ebenfalls sehr erschöpft. Uns fehlt viel Schlaf. Sind beide irgendwie bleich und gekrümmt unterwegs de

Ist hier echt nicht zu unterschätzen.  Menschenmassen,  viel viel Lärm, haben auch noch zusätzlich vor unserem Hotel eine ziemlich laute Baustelle, die dir das Schlafen nicht ermöglicht. Von früh bis spät bist du nur auf dein Gebet ausgerichtet…oftmals bleibt nicht viel Zeit dazwischen,  dass man etwas machen könnte.  Natürlich gibt’s hier auch Einkaufszentren. Mehr als genug. Sind aber auch recht teuer und zeitaufwendig.

Ich hoffe sehr, dass es mir morgen wieder besser geht, denn am Sonntag gehts zurück und der Flug ist auch sehr sehr anstrengend…

vorhersehbar?!?

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Leider, leider ist heute keiner meiner guten Tage. Der ganze Tag zog sich mit größeren Beschwerden. Ziemlich erschöpft von dem Laufen und wenig Schlaf taten ihr Übriges. Danach wurde es leider nicht mehr besser. Schlussendlich lag ich mit starken Krämpfen, schlimmes Herzrasen im Bett, konnte keinen Muskel bewegen, geschweige denn reden oder atmen…alles erschwert. Der Magen meldete sich natürlich auch zu Wort und ich verbrachte eine ganze Weile über der Kloschlüssel und hab nur noch gebrochen unter heftigdten Schmerzen! Das strengt meinen Körper dermaßen an und die Lunge, ich dachte echt die zieht sich ganz nach oben und ich erbreche sie gleich mit. Hatte schon gedacht die Galle wäre viel aber das heute hat echt gereicht. Ich bin total erschöpft. Augen sind umrandet und ich fühle meine Gliedmaßen kaum noch.

Doch diese Reise ist erst in der Mitte angekommen.  Morgen gehts erstmal los nach Mekka. Ich muss mich auf eine 6-stündige Fahrt vorbereiten und habe schon mal alle Tüten Zusammen gesucht, denn es kann gut sein, dass ich diese für weiteres Übergeben brauchen werde. Dort fängt dann die eigentliche Pilgerreise an! Das wird dann nochmal anstrengend…dennoch, dennoch, dennoch ich freue mich sehr drauf!♥

Ich wusste schon von Anfang an, dass dies eine etwas anstrengendere Reise sein wird aber das hat auch seinen Sinn…ich will ja etwas erreichen, ich verspreche mir so viel Kraft und Energie, neuen Lebensmut, Motivation,  neue Denkweise, Hoffnung, Zuversicht und so vieles mehr! All das, bin ich ganz sicher wird kommen und dagegen sind diese Strapazen fast schon eine Kleinigkeit,  denn der Lohn ist so viel größer♥

Jeder Mensch erlebt Schicksalsschläge,  jeden Menschen trifft einmal tiefste Traurigkeit, die oft in einer depressiven Episode endet, jeder Mensch erhält Situationen, die ihn an seine größten Grenzen führt….Und jeder lernt irgendwie damit umzugehen…lernt neue Hilfsmittel kennen, die ihm die Kraft geben um zu kämpfen oder sich zum Kampf motivieren zu lassen…

Genau das ist mein Glaube für mich. Quelle der Kraft, der Hoffnung, der Zuversicht, der Antworten auf Fragen, Liebe…und noch viel mehr ♥♥♥

update in Medina

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Die Tage hier sind anders, ich bin nicht mal in der Lage zu beschreiben ob kurz oder lang.

Die Stadt lebt ab dem Morgengebet, ca. 4 uhr in der Früh. Ab dem Zeitpunkt ist der Handel geöffnet,  die Mensvhen arbeiten und sind teilweise sehr sehr arm. Viele Frauen, die sich mit wenigen Sachen versuchen über Wasser zu halten. Das tut mir im Herzen weh, ich kann da nivht groß handeln…sie verdienen kaum etwas. Sind bis zum späten Abend da…es ist hart und ivh hätte nie erwartet, dass hier in einer der reichsten Länder der Welt solch eine verbitterte Armut stecken kann…ich würde es nicht glauben,  wenn ichs nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. 

Zur Mittagszeit kann ich nicht mehr hinaus. Es ist heiss, der Smog groß und mit Mundschutz ersticke ich. Die Luft steht, die Menschenmassen sind unbeschreiblich und die Andteckungsgefahr von Krankheit steigt enorm. Ich geh auf Nummer sicher. Früh oder abends kann ich raus, sonst ist nichts möglich. 

Sehr grob sind die Menschen. Geben kaum Acht, treten und schubsen stetig. Ich schaff das hier nur weil mein Mann überall dabei ist und Acht gibt. 

Es gibt auvh Momente, die echt toll sind…mir ist der Blutdruck stark gesunken, ich war in der Moschee zwischen einer riesen Menschenmenge. Man sah mir es an…bleich, kalter schweiss…Angst hatte ich, denn da eine schnelle Behandlung zu bekommen mist quasi unmöglich. Eine alte Frau aus der Türkei sah mich, lachte mich an und gab mir sofort Wasser und ein Bonbon…dann sorgte sie dafür, dass ich einen Stuhl bekomme. Ein engelhaftes Wesen…